Century Media Records - The Number ONE in Metal worldwide


Voivod
Target Earth
18.01.2013
CD and Digital Download


Daniel “Chewy” Mongrain
(guitar)
Jean -Yves “Blacky” Theriault
(bass)
Michel “Away” Langevin
(drums)
Denis “Snake” Belanger
(vocals)


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VOIVODs Karriere hat so viele Veränderungen und Unruhen ertragen müssen wie ihre Musik selbst. Von Major-Label-Deals und gewaltigen Touren bis zu Maloche-Gigs in kleinen Clubs, als der Metal Mitte der 90er unter Wachstumsschmerzen litt. Vom prominenten Ex-Metallica-Bassisten Jason Newsted bis zu Eric Forrest, der Mitte und Ende der 90er eine Doppelschicht an Bass und Mikro verrichtete – beide mussten die Band aufgrund unterschiedlich gravierender Unfälle und körperlicher Verletzungen verlassen. Die Prog-Metal-Pioniere aus dem kanadischen Quebec sind durch Dick und Dünn gegangen, um nun 2012 an einem angenehmen Ort anzukommen – einem Ort der Wiedergeburt, der Verjüngung und des Respekts.

VOIVODs unterschiedliche Line-Ups waren oft vom Wechsel des Bassisten gekennzeichnet: Mitte der 90er betrat Basser und Sänger Eric Forrest die Bühne und machte die Band erstmals zu einem Trio. Nach nur zwei Alben, einer Collection namens „Kronik“ und dem „Voivod Lives“ Live-Release, wurde Eric jedoch durch einen schweren Van-Unfall leider aus dem Bandgeschehen gezogen. Einige Jahre später trug Ex-Metallica-Bassist Jason Newsted als Ersatz entscheidend dazu bei, der Band neues Leben einzuhauchen, und nach dem selbstbetitelten 2003er „Voivod“-Album gab es ausgiebige Schichten beim Ozzfest und als Support von Ozzy Osbournes Arena-Tour. Das heutige Line-up der Band kann aber gut und gerne als das beste gelten, das ohne den Original-Gitarristen und Haupt-Riff-Katalysator Denis „Piggy“ D’Amour überhaupt möglich ist. Sein tragischer Tod im Jahr 2005 stürzte die Band in eine Periode der Auszeit – und nur eine Tragödie solch undenkbaren Ausmaßes konnte die überlebenden Mitglieder Denis „Snake“ Bélanger und Michel „Away“ Langevin wieder mit Bassist Jean-Yves „Blacky“ Thériault vereinen.

1991 nach Unstimmigkeiten während der Aufnahmen zum Album „Angel Rat“ aus der Band geschieden, kehrte Blacky, der seinen trademark Blower-Bass seit der Gründung im Jahr 1983 für die Band geschwungen hatte, 2008 in den Schoß der Familie zurück. Als die drei verbliebenen Gründungsmitglieder entschieden, Piggys Erbe am Leben zu halten, gab es nur einen Volltreffer für diesen Job: Daniel „Chewy“ Mongrain, Veteran der Tech-Death-Monster Martyr. Dieser war schließlich mit VOIVOD aufgewachsen: Das erste Album, das er besessen hatte, war VOIVODs 1987er „Killing Technology“, und seine erste Metal-Live-Show einer ihrer Gigs im Jahr 1990. Mongrain verehrte Piggys innovative Techniken und brachte sich bei, sie nachzuspielen. Er sah auf zu seinen Local Heroes, und seine Band coverte 2006 sogar VOIVODs Track „Brain Scan“, bei dem Blacky persönlich als Gast am Bass stand. Eine Zusammenarbeit, die als Probelauf für beide fungieren sollte, um in den folgenden Jahren VOIVOD erstmals bzw. erneut beizutreten.

Als Piggys letzte Aufnahmen von Jason, Snake und Away, die gemeinsam die vorliegenden Demos zusammenflickten (vom 2006er „Katorz“ und 2009er „Infini“), zu Alben gemacht wurden, gingen die wiederbelebten VOIVOD auf Tour – vornehmlich um Piggys Musik zu ehren und all das zu feiern, was VOIVOD so vielen Menschen auf der Welt bedeutet hatte. Nach einigen Trips durch Nord- und Südamerika, Europa und Japan kribbelte es dem neuen Line-up der Band in den Fingern, mehr zu machen als nur als Tribut an sich selbst zu existieren. Ein neuer Song, „Kaleidos“, tauchte plötzlich in den Live-Sets auf und das Feedback war positiv genug, um die Band weiter zum Schreiben zu animieren und sich in die einzige Richtung zu bewegen, die sie je gekannt hat: nach vorne.

Das Ergebnis dieses Antriebs ist das 2013er Album „Target Earth“. Aufgenommen in den Wild Studios von Produzent Pierre Rémillard in Quebec und gemixt von Sanford Parker (Pelican, Nachtmystium) in den Hypercube Recording Studios, erscheint das Album pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum der Band. Für dieses Release im Januar 2013 tut sich VOIVODs eigenes Label Iron Gang Factory erstmalig mit Century Media Records für einen weltweite Auswertung zusammen. Die treuen Fans der Band warten mit Hochspannung auf dieses Album, und zu behaupten, dass „Target Earth“ das gesamte Spektrum von VOIVODs Fähigkeiten durchläuft, wäre eine klare Untertreibung. „Corps Étranger“ und „Kluskap O’Kom“ stampfen als rasende Tracks voran, wobei sich letzterer als präziser und vielschichtiger erweist und gleichzeitig die vermutlich ersten Gangshouts auf einem VOIVOD-Album überhaupt enthält. Die andere Seite des Spektrums lotet wiederum „Empathy for the Enemy“, eine nachdenkliche Art-Metal-Landschaft, aus. Einige Tracks tragen den unheimlichen, folkloristischen Vibe des „Angel Rat“-Albums in sich, der Titel-Track ist perfekter VOIVOD-Sci-Fi-Metal, und zudem verliehen sonderbare Studio-Tricksereien einer Vielzahl der Songs eine besondere Würze, die dem Hörerlebnis noch mehr Tiefe verleiht. Mongrains Riffs besitzen unüberhörbar die kantigen Trademarks von Piggys Sound, und die gesamte Band hat sich der Herausforderung gestellt, einige der kompliziertesten Arrangements zu konstruieren, die man seit der „Nothingface“-Phase auf einem VOIVOD-Album zu hören bekam (wie zum Beispiel die schwindelerregenden Wechsel bei „Mechanical Mind“).

Während sich Referenzpunkte zu vergangenen voivodischen Ären ausmachen lassen, gibt es mehr Neues als Altes auf diesem Album – so wie es schon immer gewesen ist bei dieser Band. Selbst das Cover-Artwork erscheint sowohl bekannt als auch brandneu: Wie immer gezeichnet von Drummer Away, erinnert das Bild eines gepanzerten und bewaffneten Nuklearkriegers an das 1984er „War and Pain“-Debüt der Band, ist jedoch völlig anders umgesetzt worden. Zudem prangt ein brandneues VOIVOD-Logo über der Szenerie.

VOIVODs 30. Geburtstag zelebriert ihre Karriere als eine der einflussreichsten Metal-Bands: Eine Handvoll von Live-Alben, Re-issues und DVDs, die in den vergangenen zehn Jahren an die Oberfläche schwemmte, hat gezeigt, wie beliebt diese Band aktuell wirklich ist. Und nun erscheint endlich ein neues Album mit inspiriertem, frischem Material, das unter Beweis stellt, dass VOIVOD noch immer viele neue Wege vor sich haben. Denn welche Band hört auch nach 13 Studioalben und einer 30-jährigen Karriere nicht auf, sich ständig neu zu definieren und neu zu erfinden? Es gibt nur eine Antwort auf diese Frage: VOIVOD.